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	<title>Mathias Eberlein</title>
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		<title>Miete hoch, Moral im Keller: Wer holt sich die Krone als Leipzigs asozialster Vermieter?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 13:10:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Leipzigs Wohnungsmarkt ist längst ein heißes Pflaster, auf dem der nackte Mietwahnsinn regiert. Bei den jährlichen „Housing Action Days“ auf dem Augustusplatz kürt die Recht auf Stadt-AG deshalb unter dem Motto „Wer ist Leipzigs schlimmster Vermieter?“ die dreistesten Abzocker der Stadt. Unter den Nominierten stechen drei Akteure besonders hervor, die das System der Mieter-Ausbeutung jeweils auf ihre ganz eigene, skrupellose Art perfektioniert haben.&#160;&#160;&#160; Die unangefochtenen Spitzenreiter im Bereich der rücksichtslosen Profitmaximierung sind Sven Schwarzat und Kevin Rader. Ihr Geschäftsmodell: Günstige [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Leipzigs Wohnungsmarkt ist längst ein heißes Pflaster, auf dem der nackte Mietwahnsinn regiert<sup></sup>. Bei den jährlichen „Housing Action Days“ auf dem Augustusplatz kürt die Recht auf Stadt-AG deshalb unter dem Motto „Wer ist Leipzigs schlimmster Vermieter?“ die dreistesten Abzocker der Stadt<sup></sup>. Unter den Nominierten stechen drei Akteure besonders hervor, die das System der Mieter-Ausbeutung jeweils auf ihre ganz eigene, skrupellose Art perfektioniert haben<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unangefochtenen Spitzenreiter im Bereich der rücksichtslosen Profitmaximierung sind Sven Schwarzat und Kevin Rader<sup></sup>. Ihr Geschäftsmodell: Günstige Bestandsbauten aufkaufen, Mieter – notfalls auch kranke Menschen – mittels Drohkulissen wie gefälschten Eigenbedarfskündigungen verdrängen, um die Wohnungen danach im „Micro-Living“-Stil als überteuerte Kleinstzimmer neu zu vermieten<sup></sup>. Traurige Berühmtheit erlangte ihr illegaler Umbau in der Demmeringstraße 100, wo sie ohne Genehmigung ein altes Hinterhaus in eine 14-Zimmer-WG mit nur einer Toilette verwandelten, bis die Stadt das von Schimmel und Wasserschäden geplagte Objekt wegen akuter Brandschutzmängel sperrte<sup></sup>. Während Mieter jahrelang Kautionen einklagen müssen und Schwarzat im gelben Ferrari durch verkehrsberuhigte Zonen rast, wird das erwirtschaftete Geld über ein unübersichtliches Geflecht ständig liquidierter GmbHs geschützt<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen bürgerlicheren, aber nicht minder dreisten Weg schlägt die am Burgplatz ansässige Hildebrand &amp; Partner GmbH ein<sup></sup>. Nach außen präsentieren sich die alteingesessenen Denkmalschützer als Premium-Verwalter, doch intern herrscht laut Kununu-Bewertungen von mickrigen 2,4 Sternen ein paranoider Kontrollzwang mit enormem Druck auf die Mitarbeiter<sup></sup>. Mieter kämpfen hier mit gierigen Indexmieten, ignorierten Mängeln und falschen Abrechnungen, während Eigentümergemeinschaften Verträge fristlos kündigen, weil die Verwaltung einfach untertaucht und unauffindbar bleibt<sup></sup>. Kritik lässt der Laden kurzerhand über Anwälte wegen angeblich „fehlender Geschäftsbeziehung“ von Google löschen, weshalb nur noch auf unabhängigen Portalen wie Trustpilot die ehrliche, mangelhafte Realität sichtbar bleibt<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zuletzt treibt Jens Heine mit seiner JJ Hausverwaltung beziehungsweise MB Solutions im Leipziger Norden und dem Umland sein Unwesen<sup></sup>. Er hat die Abzocke beim Mieterwechsel systematisiert: Vorschäden deklariert er beim Einzug als harmlose Gebrauchsspuren, nur um beim Auszug mit der Lupe nach Mängeln zu suchen und die Kaution einzubehalten<sup></sup>. Verträge müssen unter Zeitdruck direkt physisch im Büro unterschrieben werden, und die Nebenkosten werden über eine eigene Immobilienservice-GmbH künstlich aufgebläht<sup></sup>. Den so erpressten Gewinn nutzt Heine privat für seinen exklusiven Turnierreitsport im Pferdesportzentrum Delitzsch, den er sich obendrein noch von lokalen Stadtwerken sponsern lässt<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob Ferrari-Proll, Zensur-Hausverwaltung oder Kautions-Geier aus der Provinz – das Trio zeigt schmerzhaft, dass Leipzig dringend schärfere Kontrollen und eine aktive Mieterschaft braucht, um dem Treiben der Haie endlich Einhalt zu gebieten<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
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		<title>„Wir schaffen das“ 2.0: Warum Friedrich Merz plötzlich wie Angela Merkel klingt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 12:15:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Stellt euch vor: Ihr verbringt Jahre damit, die Politik eurer Vorgängerin zu kritisieren – und klaut dann in der Krise ihren absolut legendärsten Spruch. Genau das ist am 6. Juni 2026 auf dem CDU-Landesparteitag im mecklenburgischen Linstow passiert. Kanzler Friedrich Merz stand vor den Delegierten und rief mit Blick auf seine wackelige schwarz-rote Koalition optimistisch in den Raum, dass wir das schaffen. Der Spruch, der Deutschland über ein Jahrzehnt lang gespalten hat, ist zurück – und zwar ausgerechnet aus dem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Stellt euch vor: Ihr verbringt Jahre damit, die Politik eurer Vorgängerin zu kritisieren – und klaut dann in der Krise ihren absolut legendärsten Spruch<sup></sup>. Genau das ist am 6. Juni 2026 auf dem CDU-Landesparteitag im mecklenburgischen Linstow passiert<sup></sup>. Kanzler Friedrich Merz stand vor den Delegierten und rief mit Blick auf seine wackelige schwarz-rote Koalition optimistisch in den Raum, dass wir das schaffen<sup></sup>. Der Spruch, der Deutschland über ein Jahrzehnt lang gespalten hat, ist zurück – und zwar ausgerechnet aus dem Mund des Mannes, der Angela Merkel jahrelang genau für diese Rhetorik attackiert hat<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die große Frage lautet nun, wer eigentlich dieses „Wir“ sein soll. Wenn Merz das Wort in den Mund nimmt, meint er natürlich in erster Linie seine eigene schwarz-rote Koalition. Doch genau da knirscht es an allen Ecken und Enden, denn das Regierungsbündnis ist extrem zerstritten. So wetterte Bremens SPD-Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Spiegel, die Regierung sei bloß „Weltmeister im Ankündigen“ und empfahl dem Kanzler, bei den Reformen schleunigst vom Gas zu gehen. Gleichzeitig zittert die CDU vor den Landtagswahlen im September, wo sie in Mecklenburg-Vorpommern bei mickrigen 10 Prozent herumdümpelt, während die AfD mit 36 Prozent führt. Das „Wir“ wirkt da eher wie ein verzweifelter Versuch, die eigenen Leute irgendwie zu motivieren. Zu allem Überfluss verweigert auch die Gesellschaft die Gefolgschaft, denn Gewerkschaften wie der DGB oder ver.di  ziehen bereits knallharte rote Linien gegen die geplanten Reformen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und was genau soll überhaupt geschafft werden? Ging es 2015 noch um die Aufnahme und Integration von Geflüchteten, steht heute eine massive wirtschaftliche Sanierung auf dem Zettel<sup></sup>. Bis zur Sommerpause am 10. Juli will die Koalition ein gigantisches Reformpaket durchpeitschen<sup></sup>. Geplant sind zwar spürbare Entlastungen bei Steuern und Bürokratie für die Mitte, aber eben auch harte Einschnitte<sup></sup>. Das Bürgergeld soll durch eine strengere Grundsicherung ersetzt werden, während bei den Krankenkassen und der Pflegeversicherung drastische Sparmaßnahmen anstehen, die Beitragszahler wohl teuer zu stehen kommen<sup></sup>. Dazu kommen ambitionierte Pläne für eine bessere IT-Infrastruktur, pünktlichere Züge und die stärkste konventionelle Armee Europas<sup></sup>.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Liest man die Kommentare der großen deutschen Zeitungen, so merkt man, dass Zweifel aufkommen.. Die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em> zieht eine bittere Bilanz der Merkel-Jahre und meint, dass Merz nun unter brutalem Zeitdruck die Versäumnisse der Vergangenheit ausbaden muss, weil der Staat an seinen Schwachstellen kollabiert ist. Der <em>Münchner Merkur</em> teilt noch härter aus und nennt Merkels uneinsichtige Haltung eine absolute Chuzpe, die den Bürgern ins Gesicht schlage. Dagegen kritisiert die <em>Rhein-Neckar-Zeitung</em> den migrationskritischen Kurs von Merz als puren Populismus, da unser Wirtschaftssystem ohne Einwanderung demografisch kollabieren würde. Der <em>Tagesspiegel</em> spricht von einem kommunikativen Desaster, angeheizt durch die peinliche Debatte um Nutzer, die wegen Bezeichnungen wie „Lügenfritz“ juristisch verfolgt wurden, während die krachende Niederlage bei der Wahl für den UN-Sicherheitsrat die Lage verschlimmert. Die <em>taz</em> wiederum ist entsetzt und stellt fest, dass von der Menschlichkeit von 2015 unter Merz nichts mehr übrig ist, da er den moralischen Spruch klaut, während er gleichzeitig knallharte Abschottung betreibt.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Friedrich Merz geht aufs Ganze. Sich ausgerechnet bei seiner alten Rivalin Angela Merkel zu bedienen, ist ein rhetorischer Stunt, der nach hinten losgehen kann. Wenn die Reformen bis zum 10. Juli scheitern, steht Merz ohne „Wir“ und ohne „Das“ da – und die AfD reibt sich am Ende die Hände. Was meint ihr: Packt die Koalition das noch, oder ist der Spruch nur heiße Luft? </p>
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		<title>Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 21:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[dieser berühmte Satz aus Goethes „Faust“ beschreibt das Gefühl, wenn man innerlich völlig hin- und hergerissen ist. Man will zwei Dinge gleichzeitig, die eigentlich gar nicht zusammenpassen. Genau so sieht es heute in der deutschen Politik aus. Egal ob in der Regierung oder in den einzelnen Parteien: Überall zeigen sich Risse und Schwachstellen, die wir hier mal als „Sollbruchstellen“ bezeichnen. Die Regierung: Ein Team, das keines ist Die aktuelle Regierung aus Union und SPD unter Kanzler Friedrich Merz ist von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_cbd9936e28b456cd-55">dieser berühmte Satz aus Goethes „Faust“ beschreibt das Gefühl, wenn man innerlich völlig hin- und hergerissen ist. Man will zwei Dinge gleichzeitig, die eigentlich gar nicht zusammenpassen. Genau so sieht es heute in der deutschen Politik aus. Egal ob in der Regierung oder in den einzelnen Parteien: Überall zeigen sich Risse und Schwachstellen, die wir hier mal als „Sollbruchstellen“ bezeichnen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Regierung: Ein Team, das keines ist</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_86982dc723c82670-184">Die aktuelle Regierung aus Union und SPD unter Kanzler Friedrich Merz ist von Natur aus eine Zweckgemeinschaft. Da wird ständig versucht, Gegensätze zu kitten, die eigentlich nicht zusammengehen. Besonders deutlich sieht man das beim Geld: Die Union will sparen, die SPD will investieren. Das führt dazu, dass die Regierung oft instabil wirkt, weil sie an diesen inneren Konflikten fast zerbricht. Dabei ist Streit und resultierender Kompromiss ein Zeichen funktionierender Demokratie. Es sei denn, der Streit verzögert die Umsetzung zu stark. Dann gilt man als handlungsunfähig und genau das ist der eigentliche Vorwurf an Berlin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die CDU: Jeder gegen Jeden</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_cbd9936e28b456cd-58">In der CDU wird gerade an allen Enden gleichzeitig gezogen. Es ist das Schicksal einer Volkspartei, dass der Meinungsfächer breiter aufgestellt ist, als bei Spartenparteien. Ob Klimaunion, ob Arbeitnehmerflügel, die Schwesterpartei CSU oder die <strong>„</strong>jungen Wilden“, alle haben sich schonmal zu Wort gemeldet. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Die SPD: Wenn die Chefin die eigene Basis nervt</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_86982dc723c82670-185">Bei der SPD gibt es mittlerweile einen riesigen Graben zwischen der Spitze und den normalen Mitgliedern.  Dazu sorgt Arbeitsministerin und Parteichefin Bärbel Bas immer wieder für Kopfschütteln an der Basis. Sei es nun der Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber. Oder die Antwort auf eine AfD-Frage an die Bundesregierung</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Es wandert niemand in unsere Sozialsysteme ein.<br>&#8212; Bärbel Bas</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Antrieb dazu ist vielleicht löblich, die Aussage aber konnte von den wenigsten getragen werden. Diverse SPD-Granden, wie ein Rudolf Scharping bezeichneten sie kurzum als : Fehler.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Grünen: Wohin steuert die Partei nach dem Özdemir-Sieg?</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_86982dc723c82670-188">Cem Özdemir hat in Baden-Württemberg einen riesigen Erfolg gefeiert, weil er sehr bodenständig und fast schon konservativ aufgetreten ist. Er kommt damit super bei bürgerlichen Wählern an, aber die Grüne Jugend ist skeptisch. Die Jungen fordern Dinge wie einen Mietendeckel und wehren sich gegen strengere Regeln bei der Migration. Die große Frage für die Grünen ist jetzt: Wollen sie die bürgerliche „Özdemir-Partei“ sein oder die Partei der radikalen Aktivisten?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die FDP: Ein harter Kampf ums Überleben</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_cbd9936e28b456cd-157">Die FDP ist nach den letzten Wahlen fast überall rausgeflogen und kämpft ums nackte Überleben. Im Mai steht die Wahl eines neuen Vorsitzenden an, und das ist eine echte Richtungsentscheidung: Wolfgang Kubicki will es mit 74 Jahren noch mal wissen. Er steht für klare Kante, laute Sprüche und Opposition gegen alles. Henning Höne hingegen ist deutlich jünger und will einen kompletten Neustart mit neuen Gesichtern. Der interne Wahlkampf wird in der Öffentlichkeit ausgetragen. Kampf um die Brandmauer inklusive.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Chaos um den 1000-Euro-Bonus</h3>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-im_86982dc723c82670-191">Ein weiteres Beispiel für die Zerrissenheit ist der Streit um den 1000-Euro-Bonus für Arbeitnehmer. Berlin hat den Bonus versprochen, um die Leute bei den hohen Energiekosten zu entlasten. Aber der Bundesrat hat Nein gesagt. Warum? Weil die Bundesländer und Kommunen einen Großteil der Kosten hätten tragen müssen, ohne dass der Bund ihnen hilft. Hier sieht man: Was im Bund toll klingt, scheitert oft an der Realität in den Ländern.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Fazit:</strong> In der deutschen Politik wohnen gerade nicht nur zwei, sondern viele Seelen in einer Brust. Das Problem ist, dass diese verschiedenen Strömungen sich oft gegenseitig blockieren, anstatt zusammenzuarbeiten. Wenn die Parteien ihre inneren Konflikte nicht in den Griff bekommen, riskieren sie, dass die Wähler das Vertrauen endgültig verlieren.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Schutzlüge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 21:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft bemisst sich an der Qualität ihres öffentlichen Diskurses. In einer Zeit, in der komplexe globale Herausforderungen wie der Klimawandel, die öffentliche Gesundheit und ökonomische Transformationen schnelles und faktenbasiertes Handeln erfordern, tritt ein Phänomen immer deutlicher hervor: die sogenannte Schutzlüge. Dieser Begriff beschreibt eine hochgradig organisierte Form der Kommunikation, die darauf abzielt, notwendige politische Reformen durch die gezielte Verbreitung von falschen oder verzerrten Daten zu untergraben. Es reicht aus, Zweifel zu säen. Agnotologie: Die Erschaffung des [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_c5cb0b4e01bddc4a_d2300bbc-ed2e-4c05-bf63-c125c247c1e1-142">Die Stabilität einer demokratischen Gesellschaft bemisst sich an der Qualität ihres öffentlichen Diskurses. In einer Zeit, in der komplexe globale Herausforderungen wie der Klimawandel, die öffentliche Gesundheit und ökonomische Transformationen schnelles und faktenbasiertes Handeln erfordern, tritt ein Phänomen immer deutlicher hervor: die sogenannte Schutzlüge. Dieser Begriff beschreibt eine hochgradig organisierte Form der Kommunikation, die darauf abzielt, notwendige politische Reformen durch die gezielte Verbreitung von falschen oder verzerrten Daten zu untergraben. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Es reicht aus, Zweifel zu säen.</p>
</blockquote>



<h2 class="wp-block-heading">Agnotologie: Die Erschaffung des Zweifels als System</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_c5cb0b4e01bddc4a_d2300bbc-ed2e-4c05-bf63-c125c247c1e1-143">Der Ursprung dieser Strategie findet sich in der sogenannten <strong><em>Agnotologie </em></strong>– der Lehre von der kulturell produzierten Unwissenheit. Der Wissenschaftshistoriker Robert Proctor prägte diesen Forschungszweig ab 1992, um die Taktiken der Tabakindustrie zu untersuchen. Diese hatte bereits Jahrzehnte zuvor erkannt, dass sie die Wissenschaft nicht endgültig widerlegen muss, um ihren Profit zu schützen. Es reicht aus, Zweifel zu säen. Proctors Analysen zeigen, wie die Industrie durch gezielte Desinformation, das Denunzieren von Epidemiologie als „bloße Statistik“ und die Finanzierung von Pseudo-Forschung die Schädlichkeit des Rauchens wissenschaftlich anzweifelte, um Regulierungen über Generationen hinweg zu blockieren. Heute ist dieses „Bauprinzip der Ignoranz“ zum Standardwerkzeug für politische Akteure geworden, die den Status quo auf Kosten der Allgemeinheit verteidigen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Zuckersteuer in Großbritannien: Ein Lehrstück über industrielle Sabotage</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein aktuelles Beispiel für den Erfolg evidenzbasierter Politik und den gleichzeitigen Widerstand durch Desinformation ist die Soft Drinks Industry Levy (SDIL) im Vereinigten Königreich. Die Zuckersteuer führte dazu, dass der Zuckergehalt in Softdrinks innerhalb weniger Jahre massiv sank, da Hersteller ihre Rezepturen anpassten, um der Steuer zu entgehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_c5cb0b4e01bddc4a_d2300bbc-ed2e-4c05-bf63-c125c247c1e1-144">Unabhängige Studien belegen den Erfolg: Der tägliche Zuckerkonsum aus Getränken ging bei Kindern um etwa 23,5 % und bei Erwachsenen um 40,4 % zurück. Zudem sanken die Krankenhauseinweisungen wegen Zahnextraktionen bei Kindern um 12 %. Trotz dieser klaren Datenlage trat der Zuckerverband mit einer klassischen Schutzlüge auf den Plan. Mit eigenen &#8222;Studien&#8220;  behauptete der Verband, die Steuer sei wirkungslos und trage nicht zur Verringerung von Übergewicht bei. Dabei wurden oft kurzfristige Marktschwankungen herangezogen oder Substitutionseffekte überdramatisiert, um vom eigentlichen Erfolg der Zuckerreduktion abzulenken. Die Schutzlüge dient hier allein dem Schutz der Profitmargen auf Kosten der öffentlichen Gesundheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">EIKE: Das Zentrum der organisierten Klimaleugnung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Klimadebatte findet die Schutzlüge ihre extremste Ausprägung im „Europäischen Institut für Klima und Energie“ (EIKE e. V.). EIKE ist ein 2007 gegründeter Verein mit Sitz in Jena, der trotz seines wissenschaftlich klingenden Namens keine eigene Forschung betreibt, sondern als Plattform für die Leugnung des anthropogenen Klimawandels fungiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_c5cb0b4e01bddc4a_d2300bbc-ed2e-4c05-bf63-c125c247c1e1-145">Die Strategie von EIKE folgt exakt dem Vorbild der Tabakindustrie: Es werden falsche Experten angeführt und methodisch mangelhafte Papiere veröffentlicht, die physikalischen Gesetzmäßigkeiten widersprechen. Behauptungen wie CO2 hat keinen Einfluss auf die Temperatur oder die Sonne ist allein verantwortlich dienen dazu, den gesellschaftlichen Konsens für Klimaschutzmaßnahmen zu untergraben. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Carsten Linnemann und die statistische Verzerrung der Arbeitszeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Desinformation muss nicht immer aus der Erfindung völlig neuer Fakten bestehen. Oft reicht die geschickte Verzerrung existierender Statistiken. Ein prominentes Beispiel ist die Argumentation von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zur Arbeitszeit in Griechenland.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_c5cb0b4e01bddc4a_d2300bbc-ed2e-4c05-bf63-c125c247c1e1-146">Linnemann behauptete, Griechenland habe in den letzten Jahren die Arbeitszeit erhöht, und nutzte dies als mahnendes Beispiel gegen Arbeitszeitverkürzungen in Deutschland. Der statistische Trick dabei: Er bezog sich auf die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf der <em>gesamten Bevölkerung</em> – also inklusive Arbeitsloser. Da Griechenland seit der Krise vor 10 Jahren die Arbeitslosigkeit massiv abgebaut hat, steigt dieser Durchschnittswert natürlich an. Die Schutzlüge dient hier dazu, den Druck auf deutsche Arbeitnehmer zu erhöhen und den Wunsch nach besserer Work-Life-Balance als Lifestyle-Thema zu diskreditieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das System Trump und die Erosion der Wahrheit</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_c5cb0b4e01bddc4a_d2300bbc-ed2e-4c05-bf63-c125c247c1e1-147">Die radikalste Form der Schutzlüge begegnet uns im <strong><em>Trumpismus</em></strong>. Donald Trump und sein Team haben die Lüge durch Begriffe wie alternative Fakten politisch rehabilitiert. Wenn Lügen keine Konsequenzen mehr haben, verliert der demokratische Prozess seine Korrektivfunktion. Menschen neigen in Krisenzeiten dazu, eher einer irrationalen Autorität zu glauben, die einfache Sündenböcke präsentiert, als einer rationalen Erklärung komplexer Wahrheiten. Diese Entwicklung fördert eine Polarisierung, die sachorientierte Lösungen zunehmend erschwert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gibt es Wege aus der Krise der Wahrheit?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schutzlüge ist ein Angriff auf unsere Fähigkeit, als freie Gesellschaft Probleme zu lösen. Ob es um die Gesundheit unserer Kinder, das Klima oder Arbeitszeiten geht – wir dürfen unsere Zukunft nicht auf Fiktionen bauen. Nur eine informierte Gesellschaft ist eine wehrhafte Gesellschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der sozialliberale Schutzreflex ist hier immer die Stärkung der Medienbildung und Aufbau von Medienkompetenz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe da mittlerweile meine Zweifel, ob das der richtige Weg ist. Zum einen haben die Grünen ja schon größtenteils selbst eingesehen, dass das beim Bürger nicht besonders gut ankommt, wenn man ihm sagt, er würde das nicht verstehen und man müsse es ihm erklären. Paternalismus als Schlagwort und Garantie für den Verlust von Wählerstimmen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Hard times create strong men. Strong men create good times. Good times create weak men. And weak men create hard times.<br>— G. Michael Hopf,</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Zum anderen fehlt da komplett der Wunsch der Menschen, diese Lügen zu glauben. Der Soziologe Aladin El-Mafaalani beschrieb die politische Mitte letztens in einem Interview als wankelmütig. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es ihr gut geht, also die Wirtschaft wächst, jeder gutes Geld verdient und keine Krise in Sicht ist, so macht die Mitte allerlei mit, was en vogue ist. Sie gendert, ohne zu verstehen, warum. Sie achtet auf Klimaschutz und fordert ihn ein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Geht es ihr jedoch schlecht, dann stoppt das Mitmachen. Dann sucht man das Problem und einen Schuldigen. Und unter keinerlei Umständen darf der Schuldige man selbst sein. Dann schaut man nach Steuern, nach Migration, nach der Jugend oder der Bürokratie. Bei der Suche der Mitte hilft es natürlich politischen Akteuren, wenn entsprechende &#8222;Studien&#8220; bestehende Probleme aufbauschen und dramatisieren. Die Erkenntnis, dass einem nicht geholfen ist, wenn Milliardäre weniger besteuert werden, Arbeitsschutzgesetze gelockert werden oder der Sozialstaat ausgehölt wird, die muss von einem selbst kommen. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.<br>&#8212;Immanuel Kant</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kampf Industrie und Lobby gegen den Menschen und Konsumenten scheint verloren, wenn Personen wie Katherina Reiche in politischer Verantwortung landen. Wenn Milei in Argentinien regiert. Heilend kann da wohl nur sein, wenn die Kur durch die Erkenntnis kommt, dass dieser Weg der Falsche ist.  Durch verheerend überragende Evidenz, die nicht mehr verzerrt werden kann.<br><br>Wie bei der Sekte der &#8222;Lichternährer&#8220;, die bis zum Tode an den Quatsch glauben und verhungern. </p>
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		<title>Mit dem Rücken zur Wand: Lars Klingbeils Bertelsmann-Rede</title>
		<link>https://www.tkdmatze.de/2026/03/25/mit-dem-ruecken-zur-wand-lars-klingbeils-bertelsmann-rede-und-die-soziale-zerreissprobe-deutschlands-im-superwahljahr-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 17:30:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwischen Reformversprechen und Realitätscheck: Wie Lars Klingbeil die soziale Mitte retten will, während das politische Gefüge Deutschlands erodiert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-139">Das Jahr 2026 markiert ein Superwahljahr, geprägt von fünf anstehenden Landtagswahlen und einer Atmosphäre, die zwischen dem Drang nach radikaler Veränderung und einer tief sitzenden Erschöpfung schwankt. Inmitten dieser Gemengelage hielt Lars Klingbeil eine Grundsatzrede bei der Bertelsmann Stiftung unter dem Titel „Wie modernisieren wir Deutschland?“. Diese Rede war weit mehr als eine Bestandsaufnahme; sie war der Versuch, eine Erzählung für eine Mitte zu entwerfen, die sich zunehmend von den etablierten Institutionen entfremdet fühlt.   </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-140">Die Analyse der gegenwärtigen Situation offenbart ein Land, das sich in einer paradoxen Lage befindet. Einerseits agiert die Regierung unter dem Bundeskanzler Friedrich Merz dank Sondervermögen mit Rekordinvestitionssummen. Andererseits klaffen im Kernhaushalt für das Jahr 2027 bereits jetzt Lücken von 30 Milliarden Euro, die schmerzhafte Konsolidierungen unumgänglich machen. Diese Zerreißprobe wird besonders in Städten wie Leipzig deutlich, wo wirtschaftlicher Aufschwung und soziale Verdrängung oft nur eine Straßenecke voneinander entfernt liegen.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Klingbeil-Vision: Zwischen Investitionsrausch und Sparzwang</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-142">In seiner Rede bei der Bertelsmann Stiftung skizziert Klingbeil eine Welt, die sich fundamental gewandelt hat. Er sprach von einer „neuen Welt“, in der Deutschland und Europa ihre strategischen Abhängigkeiten – sei es bei fossilen Energien oder in der Digitalisierung – konsequent abbauen müssen. Das wiederkehrende Großmachtshandeln von Putin und Trump fungiert hierbei als der zentrale Grund einer Zeitenwende, die militärische Gewalt wieder als legitimes Mittel der Politik begreift, sofern sie der Verteidigung von Freiheit, Recht oder wirtschaftlichen Interessen dient.   </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-143">Klingbeil betont, dass Deutschland den Anspruch einer Führungsmacht haben müsse, jedoch nicht in einem rabiaten Sinne, sondern durch einen kooperativen Führungsstil, der Partner einsammelt und Brücken baut. Diese außenpolitische Neuausrichtung ist eng mit der ökonomischen Stärke im Inneren verknüpft. Das Sondervermögen bildet das Rückgrat dieser Strategie. Es soll den Sanierungs- und Investitionsstau auflösen, der jahrelang vernachlässigt wurde.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die industrielle Basis und der technologische Wettlauf</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-144">Für die arbeitende Bevölkerung, insbesondere in den industriellen Zentren Ostdeutschlands, ist Klingbeils Fokus auf die Automobil- und Stahlindustrie von einziger Bedeutung. Er stellte klar, dass die Zukunft der Automobilindustrie elektrisch ist und dass der Staat alles tun werde, um diese Transformation zu unterstützen. Gleichzeitig warnte er vor unfairem Wettbewerb durch dreckigen Stahl aus China, der die heimische Produktion unter Druck setzt. Hier zeigt sich ein dezidiert sozialliberaler Ansatz: Der Schutz marktwirtschaftlicher Fairness kombiniert mit massiven staatlichen Investitionen in grüne Schlüsseltechnologien.   </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-145">Um Klingbeils aktuelle Positionierung zu verstehen, ist ein Blick auf die vergangenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unerlässlich. In BaWü konnte man sich nur ganz knapp in den Landtag retten, in Rheinland-Pfalz verlor man fast zweistellig. Die Wählerwanderungen verdeutlicht, dass die SPD massiv an die AfD verlor, vor allem in der sonstigen Kernwählerschaft der Arbeiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-147">Aber nicht nur die SPD hat verloren. Die FDP, einst der Garant für marktwirtschaftliche Stabilität, hat nach ihrem Ausscheiden aus den zwei Landtagen  mit dem Rücktritt ihrer gesamten Spitze reagiert. Es gibt nur noch 2 Landtage, in denen die FDP noch vertreten ist. In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, also genau den beiden ostdeutschen Ländern, in denen im Herbst Wahlen anstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-148">Gleichzeitig durchlebt Die Linke eine moralische Zerreißprobe. Der Antisemitismus-Streit, entzündet an einem Beschluss des niedersächsischen Landesverbands gegen den Zionismus, hat die Partei gespalten. Prominente Austritte wie der von Andreas Büttner und die Warnungen von Bodo Ramelow vor einer Sektenwerdung zeigen, dass die Partei ihren Anspruch als breite linke Kraft zu verlieren droht. Für junge, politisch interessierte Leipziger, die nach einer Alternative zum Status Quo suchen, bietet Die Linke momentan eher ein Bild der Selbstzerfleischung als der konstruktiven Opposition.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Jusos sind noch nicht auf Kurs</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zurück zur SPD, auch dort gärt es aktuell massiv. Die Jugendorganisation unter Philipp Türmer hat den Realpolitik-Kurs der Parteispitze unter Klingbeil und Bas zum Hauptfeindbild erklärt. Die Kritik entzündet sich vor allem an der Regierungsbeteiligung im Kabinett des Unions-Kanzlers Friedrich Merz. Türmer argumentiert, dass die SPD mit diesem Kurs in den Abgrund marschiert und ihren Gestaltungswillen an der Garderobe abgegeben habe.   </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-150">Besonders scharf wird die Ämterhäufung kritisiert: Lars Klingbeil fungiert sowohl als Parteivorsitzender als auch als Finanzminister unter Merz, Bärbel Bas ist Arbeitsministerin und Co-Vorsitzende. Die Jusos sehen darin einen Verrat an sozialdemokratischen Idealen, da die Partei in wichtigen Fragen wie der Vermögenssteuer oder einer Reform der Erbschaftssteuer gegenüber der Union eingeknickt sei. Der Vorwurf lautet: Die SPD verwalte nur noch den Niedergang, anstatt aktiv für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen.  Die Jusos fordern, Verteilungsfragen wieder ins Zentrum der Debatte zu rücken. In einem Land, in dem Wohnen zum Klassenkampf geworden ist, fordern sie radikale Schritte gegen die Überreichen, um die Modernisierung zu finanzieren, anstatt allein auf Schulden oder Kürzungen bei Sozialleistungen zu setzen.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Fokus auf die Mitte</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-152">Wenn Lars Klingbeil von der Mitte spricht, meint er oft die fleißigen und anständigen Menschen, die das Land am Laufen halten. Doch wie sieht diese Mitte im Jahr 2026 überhaupt konkret aus? </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-152"><br>In Leipzig zeigt sich eine Mitte, die unter enormem Kostendruck steht. Das mittlere persönliche Nettoeinkommen der Bürger liegt bei 1.877 Euro – ein Wert, der real gerade einmal das Niveau von 2021 erreicht hat . Während Klingbeil politisch eher Menschen im Blick hat, die 3.000 bis 4.000 Euro verdienen, sieht die Realität für viele Leipziger anders aus. <br><br>Die Löhne halten mit der Entwicklung  der Mieten,  welche in den letzten 7 Jahren um fast ein Drittel gestiegen sind, im wenig gewerkschaftlich organsierten Osten nicht Schritt. Die Zahl der Haushalte, die auf Wohngeld angewiesen sind, hat sich in den letzten 7 Jahren fast verdreifacht. Die Zahl der Obdachlosen explodiert gerade zu. Gleichzeitig verharrt die Arbeitslosenquote in der Stadt bei 8,6%, wobei besonders die steigende Jugendarbeitslosigkeit und eine Quote von über 10% an Schulabgängern ohne Abschluss die Zukunftsfähigkeit bedrohen. Für die Mitte in Leipzig ist Politik daher oft kein abstraktes Modernisierungsprojekt, sondern ein täglicher Kampf gegen den sozialen Abstieg und für bezahlbaren Wohnraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-152"><br>Und auch ein Kampf um Arbeitsplätze. Die generell schlechte wirtschaftliche Lage unseres Landes wird durch die exogenen Schocks Iran-Krieg und damit Ölkrise sowie die KI-Revolution noch zusätzlich belastet. Vor allem für Berufseinsteiger sieht es gerade mau aus auf dem Arbeitsmarkt. Auch eine akademische Ausbildung ist nun keine Garantie auf einen Arbeitsplatz mehr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum die Maßnahmen keine „Große Reform“ darstellen</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-156">Klingbeil preist das Sondervermögen als das größte Investitionsprogramm in unserer Geschichte an. Doch kritisch betrachtet handelt es sich eher um eine massive Sanierungsmaßnahme als um eine strukturelle Reform. Es ist die Instandhaltung eines maroden Fundaments, kein Neuanfang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und die groß angekündigten Reformen sind dann auf dem Papier doch auch nur Reförmchen, die mehr auf die Botschaft &#8222;es passiert was&#8220;, denn auf wirklich wirkungsvolle Änderungen setzen. Das Sozialsystem,  das weiter nur leicht geschliffen wird, statt sich der Realität der demografischen Katastrophe zu stellen. Eine echte Reform würde die Belastung von Arbeit (Lohnsteuer und vor allem Sozialabgaben) senken, Bürokratiekosten radikal reduzieren und stattdessen unproduktives Vermögen stärker besteuern. Dies würde genau die Mitte entlasten, die Klingbeil ansprechen will.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Die Zerreißprobe bestehen</h2>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-164">Lars Klingbeils Auftritt bei der Bertelsmann Stiftung war ein Balanceakt. Er versuchte, Zuversicht zu verbreiten, wo das Land tiefe Risse zeigt. Doch: Weder das Sondervermögen noch die Kompromisse im Kabinett Merz werden ausreichen, um das Vertrauen der „Mitte“ nachhaltig zurückzugewinnen, wenn die sozialen Fragen des Alltags – Mieten, Aufstiegschancen, Sicherheit – nicht radikaler angegangen werden.   </p>



<p class="wp-block-paragraph" id="p-c_e6ab67e166ab7ede_blogbeitrag_klingbeil_leipzig_final-165">Für die politisch Interessierten bleibt die Erkenntnis, dass die etablierten Parteien momentan eher mit sich selbst beschäftigt sind als mit der Gestaltung der Zukunft. Die SPD muss sich entscheiden, ob sie eine echte gesellschaftliche Modernisierung anführt. Die Modernisierung Deutschlands ist kein technokratisches Projekt, das man mit Sondervermögen allein lösen kann; sie ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und des Mutes zu echten Reformen. Nur wenn die Menschen spüren, und ebendas gelingt nicht mit Symbolpolitik, dass Politik ihre Lebensrealität verbessert, wird der drohende Dominoeffekt des Populismus gestoppt werden können. Es ist Zeit für eine Politik, die nicht nur Brücken saniert, sondern auch gesellschaftliche Gräben zuschüttet.   </p>
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		<title>Landtagswahl Baden-Württemberg Nachbetrachtung</title>
		<link>https://www.tkdmatze.de/2026/03/09/landtagswahl-baden-wuerttemberg-nachbetrachtung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 21:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Volt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Comeback 8. März 2017. Rückspiel im Achtelfinale der Champions League zwischen dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain. Das Hinspiel wurde von Paris mit 4:0 gewonnen. In der 62. Minute steht es 3:0 für Barcelona, da gelingt Edison Cavani das 3:1. Damals gab es noch die Auswärtstorregel, sprich bei einem 5:1 würde das eine Auswärtstor doppelt zählen, Barcelona brauchte also 6 Tore. In der 87. Minute steht es immer noch 3:1. Hättet ihr abgeschalten? Dann hättet ihr die wohl spektakulärsten [&#8230;]]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Das Comeback</h2>



<p class="wp-block-paragraph">8. März 2017. Rückspiel im Achtelfinale der Champions League zwischen dem FC Barcelona und Paris Saint-Germain. Das Hinspiel wurde von Paris mit 4:0 gewonnen. In der 62. Minute steht es 3:0 für Barcelona, da gelingt Edison Cavani das 3:1. Damals gab es noch die Auswärtstorregel, sprich bei einem 5:1 würde das eine Auswärtstor doppelt zählen, Barcelona brauchte also 6 Tore. In der 87. Minute steht es immer noch 3:1. Hättet ihr abgeschalten? Dann hättet ihr die wohl spektakulärsten 10 Minuten verpasst, die ich als Fußballfan erlebt habe. In der 88. Minute traf Neymar, in der ersten Minute nochmal per Elfmeter. In der fünften Minute der Nachspielzeit traf Sergi Roberto zum 6:1. Totale Eskalation, die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=yUmEd9GpMdA">Geburtsstunde von La Remontada</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleiches Jahr, 5. Februar 2017, Super Bowl LI. Atlanta Falcons gegen New England Patriots. Zur Halbzeit steht es 21:3 für die Falcons, in der Halbzeit tritt Lady Gaga auf. Im dritten Viertel geht es weiter, Zwischenstand 28:3 &#8211; ein four-score-game. Auch hier hätte man abschalten können. Dann hätte man das größte Comeback der Football-Geschichte verpasst. 57 Sekunden vor Spielende gleichen die Patriots aus und gewinnen in der Overtime.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich könnte man auch die letzte Saison von Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund anführen, wo er als zwischenzeitlich Tabellenletzter noch die Qualifikation für Europa schaffte. Es gibt einige Comebacks in der Sportwelt. In der Politik sind sie eher selten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So sah es im Dezember 2025 aus, die CDU führte glasklar mit 32-34%, die Grünen weit dahinter mit 18-20%. 14% Abstand. Nach der Wahl kann man unken, dass sind eine SPD, eine FDP, eine Linkspartei zusammen. Ein enormer Abstand, und das, obwohl Cem Özdemir ja schon lange als Kandidat feststand bzw. seine Kandidatur vorbereitet hatte. Man erinnert sich noch an </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mathias-eberlein wp-block-embed-mathias-eberlein"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="LWevq8o1cv"><a href="https://www.tkdmatze.de/2024/09/30/der-cem-seine-tochter-und-der-merz/">Der Cem, seine Tochter und der Merz</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Der Cem, seine Tochter und der Merz&#8220; &#8211; Mathias Eberlein" src="https://www.tkdmatze.de/2024/09/30/der-cem-seine-tochter-und-der-merz/embed/#?secret=MzNWXqay3G#?secret=LWevq8o1cv" data-secret="LWevq8o1cv" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und trotzdem schaffte man es, die CDU 0,5% hinter sich zu lassen. Die Grünen gewannen mit 30,2%, gefolgt von der CDU mit 29,7%. Welche Gründe das haben könnte und was </p>



<h2 class="wp-block-heading">Den Woidke machen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erinnert ihr euch an Dietmar Woidke in Brandenburg? Auch dieser lag 4 Monate vor der Wahl mit 19% ähnlich weit unter seinem Endergebnis von 30,9%. Im Wahlkampf hatte er gebeten, dass die Bundespolitiker sein Bundesland meiden. Auf Teilen der Plakate wurde seine Partei nicht genannt. Mit Erfolg. Ebenjene Abkehr von Berlin legte Cem Özdemir an den Tag. Auf den Plakaten gab es mit der Blume zwar noch ein Indiz, welches Parteibuch er mit sich trägt, aber vieles was gesagt und diskutiert wurde klang so gar nicht grün. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es das Verhalten der Wähler bei starken Umfragewerten für die AfD. Wann immer die Partei in Umfragen etwas zu stark erscheint, versuchen die Wähler, teils gegen ihre Überzeugungen taktisch zu wählen, um ein Gegengewicht zu schaffen. So kam in Brandenburg die CDU unter die Räder, in Baden-Württemberg die SPD. Die Wege sind viel kürzer von der SPD zu den Grünen als anderswo hin. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders leidtragend sind dabei die kleinen Parteien. Wie in Brandenburg flogen die Grünen aus dem Landtag, in BaWü die FDP.  Aber auch alles dahinter, von Freien Wählern über ÖDP, von die Partei bis zu die Basis, einzige das neu Gegründete BSW und Volt konnten das Ergebnis verbessern. Die Tierschutzpartei übernimmt nach der Fusion mit der Klimaliste lediglich deren Stimmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch reicht das aus, um das zu erklären</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sonst noch Erklärungen da ist</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zum einen gab es da eben die zwei Videos mit Manuel Hagel. Eva mit den rehbraunen Augen und der verunglückte Besuch einer Schule. Die Daten, die Johannes Hillje hier bemüht sagen etwas anderes. Es ist die Bundespolitik, die wie ein übergroßes Gewicht an der CDU und BaWü lastet. Hier lastet der breitbeinige Ankündigungsstil des Kanzlers, dem bisher kein Taten folgten, wie ein Schatten auf der Partei.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Das Argument “Schmutzkampagne” wurde ich anstelle der CDU schnell wieder einpacken und mir diese Daten sehr genau anschauen. <a href="https://twitter.com/hashtag/LandtagswahlBW?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#LandtagswahlBW</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/BadenW%C3%BCrttemberg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#BadenWürttemberg</a> <a href="https://t.co/Z3LaXqbahe">pic.twitter.com/Z3LaXqbahe</a></p>&mdash; Johannes Hillje (@JHillje) <a href="https://twitter.com/JHillje/status/2030703467304534495?ref_src=twsrc%5Etfw">March 8, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Erklärung kommt vom Bürgermeister in Altenburg. Und auch dieser hat mit Bundespolitik zu tun, dieses Mal aber um Energiepolitik. Es ist ein höchst unglückliches Timing für Gas-Kathi Reiche, dass kurz nach Gaskraftwerksplan, Gebäudeenergiegesetz und Netzpaket, also alles Entscheidungen, die pro fossile Energieträger und gegen erneuerbare Energie sind, der Irankrieg ausbricht und die Öl und Gaspreise wieder in Höhen katapultiert, die jeder spürt, vor allem weil sie an Tankstellen so prominent präsentiert werden. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Machen wir es doch nicht so kompliziert: Die CDU hat in Baden-Württemberg nicht gewonnen, weil sich viele Menschen auch wegen des Ausbruchs des Iran-Krieges nicht mehr mit einer rückwärtsgewandten Energie- und Klimapolitik anfreunden wollen.</p>&mdash; André Neumann (@AndreNeumannABG) <a href="https://twitter.com/AndreNeumannABG/status/2030696547759817164?ref_src=twsrc%5Etfw">March 8, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was könnte das für die Wahl in Rheinland Pfalz bedeuten?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell regiert eine Ampelkoalition, die Umfragen sehen ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen CDU und SPD bei 27-28%. Die Grünen bei 9%, die Linkspartei und die freien Wähler jeweils bei 5% und die AfD bei 19%. Die FDP taucht in Umfragen mittlerweile gar nicht mehr auf.  Einen charismatischer Typ wie in BaWü sucht man vergebens. Bei allen Parteien die antreten. Dass die FDP raus ist und die Ampel damit Geschichte in Rheinland-Pfalz scheint sicher. Für freie Wähler und Linkspartei wird es aufgrund der oben beschriebenen Dynamiken sehr eng, Tendenz, dass die Freien Wähler, die sehr zerstritten sind(2 von 6 Abgeordneten haben die Fraktion verlassen) rausfliegen und es die Linkspartei nicht schafft. <br>Dann verblieben nur noch 4 Parteien im Landtag. Die Grünen könnten durch die Wahl in BaWü Rückenwind bekommen und bei über 10% landen. Dadurch dass die AfD mit wohl 20% ins Ziel kommen ergibt sich dann automatisch eine große Koalition. Das kennt man ja jetzt aus BaWü, dass das Tanzpaar schon feststeht und es nur noch darum geht wer führt. Oder wer weniger abgestraft wird. Denn beide Kandidaten gehen mit dem Ballast der Bundespolitik und einer verlorenen Wahl in BaWü ins Rennen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wahlen in BaWü</title>
		<link>https://www.tkdmatze.de/2026/03/03/wahlen-in-bawue/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Mar 2026 20:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Das politische Jahr hat ja schon seit langem begonnen. Und wie im letzten Jahr bestimmt vor allem das Handeln von Präsident Trump die Schlagzeilen. Hier einfach mal die ersten 9 Wochen des Jahres im Schnellrückblick So Luftholen erstmal. Das waren nur die ersten neun Wochen des Jahres und ich erhebe hier nicht mal den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit.&#160; Und jeder Punkt hätte es eigentlich verdient gehabt, dass ich darüber ein- oder sogar mehrmals schreibe. Aber ich musste mal Pause machen. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das politische Jahr hat ja schon seit langem begonnen. Und wie im letzten Jahr bestimmt vor allem das Handeln von Präsident Trump die Schlagzeilen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier einfach mal die ersten 9 Wochen des Jahres im Schnellrückblick</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>der venezolanische Präsident wird entführt</li>



<li>in Berlin gab es ein Anschlag von Linksextremisten auf das Stromnetz</li>



<li>BSW-Fraktion in Brandenburg wechselt teilweise zur SPD</li>



<li>Großproteste im Iran</li>



<li>die SPD träumt von freiwilliger Kostensenkung bei den Lebensmitteldiscountern</li>



<li>Daniel Günther kämpft gegen NIUS</li>



<li>die CDU bringt eine Streichung von Kassenleistungen wie zB beim Zahnarzt ins Gespräch</li>



<li>Es gab den großen Linke gegen Linke Clash in Leipzig</li>



<li>Trump bekommt einen Nobelpreis geschenkt</li>



<li>Bad Bunny hatte eine Superbowl-Halbzeitshow</li>



<li>bei der Münchner Sicherheitskonferenz hält der kanadische Premierminister Mark Carney die Rede „Wenn man nicht am Tisch sitzt, landet man auf der Speisekarte“</li>



<li>in Minneapolis wird ein Zivilist durch die ICE-Behörde erschossen und bringt Bruce Springsteen mit einem Protestlied in die Charts</li>



<li>Gil Ofarim gewinnt das Dschungelcamp</li>



<li>ClawBot revolutioniert die Art, wie KI und Mensch zusammenarbeiten</li>



<li>Die CDU löst die Life-Style-Teilzeit-Debatte aus</li>



<li>Die Epstein-Files werden teilweise veröffentlicht und lösen Wellen im europäischen Adel und europäischer Politik aus</li>



<li>Der Prozess um Maja T. fand statt</li>



<li>Die Kampagne um die Vetternwirtschaft in der AfD kam ins Rollen</li>



<li>Olympia in Italien fand statt</li>



<li>ein homosexueller Schiedsrichter machte vor einem riesigen Publikum einen Heiratsantrag und wurde kurz darauf verprügelt( oder doch nicht?)</li>



<li>in Thüringen gab es eine Zufallsmehrheit zwischen Linken und AfD</li>



<li>Es gab den Schauprozess &#8222;Prozess gegen Deutschland&#8220;, wo es um das Verbot der AfD geht</li>



<li>Angela Merkel besucht mal wieder einen CDU-Parteitag</li>



<li>Die Debatte um ein Social-Media-Verbot für Jugendliche nimmt Fahrt auf</li>



<li>Auf der Berlinale gab es mal wieder Knatsch um Palästina-Solidarität</li>



<li>beim ZDF gab es Wirbel um ein KI-Video</li>



<li>mit der Neufassung des Heizgesetztes und dem Netzpaket geht die CDU gegen die Energiewende vor</li>



<li>Trump und Israel greifen Iran an</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">So Luftholen erstmal. Das waren nur die ersten neun Wochen des Jahres und ich erhebe hier nicht mal den geringsten Anspruch auf Vollständigkeit.&nbsp; Und jeder Punkt hätte es eigentlich verdient gehabt, dass ich darüber ein- oder sogar mehrmals schreibe. Aber ich musste mal Pause machen. Die kalte Jahreszeit, die schlechten Nachrichten, die deutlich Überhand nehmen, das macht alles keine gute Laune. Vielleicht geht es euch ja ähnlich, vielleicht habt ihr ja ähnliche Coping-Strategien</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nun beginnt das politische Jahr mit der Landtagswahl in BaWü und dann, ja dann muss ich dann doch mal wieder aktiv werden. Schließlich begleite ich das ganze und vor allem Cem Özdemir ja schon eine ganze Weile hier im Blog. So fing es damals an.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mathias-eberlein wp-block-embed-mathias-eberlein"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="h5a0RJRRhV"><a href="https://www.tkdmatze.de/2024/09/30/der-cem-seine-tochter-und-der-merz/">Der Cem, seine Tochter und der Merz</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Der Cem, seine Tochter und der Merz&#8220; &#8211; Mathias Eberlein" src="https://www.tkdmatze.de/2024/09/30/der-cem-seine-tochter-und-der-merz/embed/#?secret=jVpxAvPB3y#?secret=h5a0RJRRhV" data-secret="h5a0RJRRhV" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nun ist seitdem viel Zeitvergangen und ich möchte ein paar besondere Ereignisse der Zeit nochmal ins Gedächtnis rufen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Boris Palmer</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der umstrittene Tübinger Bürgermeister und ehemalige Grünenpolitiker griff gleich zweimal in den Wahlkampf ein.<br>Zum einen gab es da die <a href="https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/palmer-frohnmaier-streitgespraech-tuebingen-analyse-100.html">Auseinandersetzung mit Markus Frohnmaier</a>. Palmer plante ein Format zur Entzauberung der AfD und deren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl. Ob dies in dieser Art gelingen kann, halt ich immer noch für fragwürdig. Die ganze Veranstaltung wirkte sehr chaotisch und wenig erfolgversprechend. Zu polarisiert die Teilnehmer und Besucher, dass jemand überzeugt werden konnte. Jede Seite sieht sich als Gewinner und am Ende ist es der gleiche Stand wie am Anfang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem hat Cem geheiratet. Man mag ihn beglückwünschen und ihm mit Flavia eine gute Zeit wünschen. Hätte er das ganze nicht in Tübingen geschehen lassen. Boris Palmer, persona non grata außerhalb von BaWü war der ausführende Standesbeamte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der eigenständige Kurs der Grünen in BaWü, so war auch auf der BDK der Grünen zu spüren, gefällt nicht jedem in er Partei. Auch die Bezeichnung als Schwesterpartei ist eine neue Form der Distanz zu den Bundes-Grünen. Dass der Stopp der Finanzierung von Homöopathie, ein Herzensthema der BaWü-Grünen, entscheiden wurde, bleibt dabei eine Randnotiz des Konfliktes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die anderen Kandidaten, Pleiten Pech und Pannen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Hilfreich für Cem ist allerdings, dass sich die anderen Kandidaten auch selber die Beine stellen.<br><br>&nbsp;SPD-Kandidat ließ ich vom Chauffeur während eines Tafel-Besuchs erstmal Pastete besorgen. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Falls wirklich noch jemand überlegt in Baden-Württemberg die SPD zu wählen, hat ihr Spitzenkandidat Andreas Stoch ein sehr gutes Gegenargument parat: nachdem er bei der Tafel war &amp; zum nächsten Termin fährt, beauftragt er seinen Chauffeur in Frankreich Entenpasteten zu kaufen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f917.png" alt="🤗" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> <a href="https://t.co/AOFnbkms9E">pic.twitter.com/AOFnbkms9E</a></p>&mdash; Storch_i (@Storch_i) <a href="https://twitter.com/Storch_i/status/2026731438859526168?ref_src=twsrc%5Etfw">February 25, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, das Video von CDU-Kandidat Manuel Hagel ist schon 8 Jahre alt. Das man aber mit &#8222;meine Frau hat mich darauf hingewiesen, dass das nicht geht&#8220; ist nicht die aller schlaueste Reaktion. Und auch wenn Cem hier beim Triell schützend zu Seite rauscht. Ein Geschmäckle bleibt.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Manuel Hagel 2018:<br>&quot;Eine Schulklasse mit 80 % Mädchen. Da gibt es für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine.&quot;<br><br>Das ist wirklich krass. <a href="https://t.co/t3gglcvS0e">pic.twitter.com/t3gglcvS0e</a></p>&mdash; Till Steffen (@till_steffen) <a href="https://twitter.com/till_steffen/status/2026284149863043444?ref_src=twsrc%5Etfw">February 24, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p class="wp-block-paragraph">Zudem kommt die Bundes-CDU in Form von Spahn und Linnemann mit einer Argumentationskette aus der Hölle. Was ein Kölner CDU-Mitglied über Cem schrieb, möchte ich hier nicht replizieren. Da war Islamhass in Reinform und ich hoffe, dass der Stadtverband Wort hält und dort Konsequenzen folgen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">AfD: wer CDU wählt, bekommt grün.<br>CDU: wer AfD wählt bekommt grün. <br><br>Das muss dieses „inhaltlich Stellen“ sein.<br><br> <a href="https://t.co/1tammymNeu">pic.twitter.com/1tammymNeu</a></p>&mdash; Mathias Eberlein (@tkdmatze) <a href="https://twitter.com/tkdmatze/status/2028873163065430275?ref_src=twsrc%5Etfw">March 3, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p class="wp-block-paragraph"><br>Aber auch AfD-Kandidat Frohnmaier bleibt nicht ohne Probleme. Nicht nur, dass das Kreuzanstellen von Familienmitgliedern die AfD jedes Mitglied belastet. Auch die &#8222;Kotelett oder Kanzler&#8220;-Attitüde, dass er gar keinen Listenplatz hat und nur als Ministerpräsident auf sein Bundestagsmandat verzichtet kommt nicht bei allen gut an. Zudem soll er unter absoluter Kontrolle von Russland stehen. Etwas, was bei den Ostkandidaten weniger überrascht als in BaWü.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Auf 40 Seiten und mit 600 Quellen haben wir in diesem deep dive alle Verbindungen der <a href="https://twitter.com/hashtag/AfD?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#AfD</a> nach <a href="https://twitter.com/hashtag/Russland?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Russland</a> dokumentiert – mit besonderem Augenmerk auf Markus <a href="https://twitter.com/hashtag/Frohnmaier?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Frohnmaier</a>, der gar &quot;unter absoluter Kontrolle&quot; der Russen stehen soll &#8211; laut Russland. <a href="https://t.co/7WoekTiiPi">https://t.co/7WoekTiiPi</a></p>&mdash; Volksverpetzer <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f1ea-1f1fa.png" alt="🇪🇺" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f1fa-1f1e6.png" alt="🇺🇦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3f3-fe0f-200d-1f308.png" alt="🏳️‍🌈" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> (@Volksverpetzer) <a href="https://twitter.com/Volksverpetzer/status/2029491463738777935?ref_src=twsrc%5Etfw">March 5, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p class="wp-block-paragraph">Bei der FDP heißt es &#8222;radikal neu&#8220; und stellt zum dritten mal Dr. Hans-Ulrich Rülke auf. Ob es ihm gelingen kann, die Abschiedstour der Liberalen einen Dämpfer zu verpassen? Aktuell sieht es knapp aus, auch für die Frisur der Vorsitzenden.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Wir alle hatten in unserer Jugend diesen „schlau war’s nicht &#8211; aber geil“ Moment. <a href="https://t.co/WsXy7nPA4r">pic.twitter.com/WsXy7nPA4r</a></p>&mdash; Mathias Eberlein (@tkdmatze) <a href="https://twitter.com/tkdmatze/status/2009297024286384191?ref_src=twsrc%5Etfw">January 8, 2026</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p class="wp-block-paragraph">Ein Highlight der Wahl könnte der Einzug der Linken sein. Die Umfragen sehen gut für die Linkspartei aus. Den vier Männern stellt die Partei gleich 3 Frauen als Kandidaten-Trio entgegen. Schaun wir mal.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.instagram.com/p/DUv78bBCGOr/?hl=de">https://www.instagram.com/p/DUv78bBCGOr/?hl=de</a></p>
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		<title>Träume klein als Strategie für die Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2025 12:10:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[In den Playlists und auf den Straßen Leipzigs hallt ein Traum nach: „Für immer Frühling“. Das Lied von SOFFIE ist zur Hymne einer Generation geworden, die sich nach Sicherheit und Empathie sehnt. Doch während wir von einer Welt ohne Mauern singen, klopft Ende 2025 die harte Realität an die Tür. Zwischen stagnierenden Wirtschaftszahlen, einem massiven kommunalen Sparzwang und den Schatten der Landtagswahlen 2026 müssen wir uns fragen: Wie retten wir die Hoffnung, ohne naiv zu wirken? Die Antwort liegt in einem [&#8230;]]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">In den Playlists und auf den Straßen Leipzigs hallt ein Traum nach: „Für immer Frühling“. Das Lied von SOFFIE ist zur Hymne einer Generation geworden, die sich nach Sicherheit und Empathie sehnt. Doch während wir von einer Welt ohne Mauern singen, klopft Ende 2025 die harte Realität an die Tür. Zwischen stagnierenden Wirtschaftszahlen, einem massiven kommunalen Sparzwang und den Schatten der Landtagswahlen 2026 müssen wir uns fragen: Wie retten wir die Hoffnung, ohne naiv zu wirken? Die Antwort liegt in einem Pragmatismus: Wir müssen „klein träumen“, um groß zu verändern.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Kaviar und Hummer im Überfluss“ vs. 1000 Tafeln in Deutschland</h2>



<p class="wp-block-paragraph">SOFFIE träumt von einem Land, in dem es „Kaviar und Hummer im Überfluss“ gibt und niemand hungern muss . Das ist eine starke metaphorische Utopie für soziale Teilhabe . Die Realität im Jahr 2025 ist jedoch eine andere: Statt Luxus für alle erleben wir einen Rekordzulauf bei den Hilfsangeboten für die Ärmsten. In Deutschland gibt es mittlerweile über 970 Tafeln, die an mehr als 2.000 Ausgabestellen Lebensmittel verteilen .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 1,5 bis 1,6 Millionen Menschen sind regelmäßig auf diese Unterstützung angewiesen . Besonders alarmierend für uns in Leipzig: Fast 30 % der Tafel-Nutzer sind Kinder und Jugendliche . Während das Lied vom Überfluss singt, müssen viele Familien in unserer Stadt rechnen, ob das Geld bis zum Monatsende reicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es macht keinen Sinn, utopischen Menüs zu fordern. Aber eine soziale Absicherung, die ihren Namen verdient, darf es schon sein. Und selbst in der arbeitenden Bevölkerung wird am guten Essen gespart. Es wird seltener Essen gegangen und seltener das gute Produkt gekauft.</p>



<h2 class="wp-block-heading">„Keiner ist im Soll“ vs. Mietarmut</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Keiner ist im Soll, sag mir einfach, was du brauchst“, lautet eine der hoffnungsvollsten Zeilen des Songs . Sie beschreibt eine Welt ohne Schulden und Mangel. Doch die Realität für Mieter in Leipzig sieht Ende 2025 anders aus: Viele Haushalte sind massiv „im Soll“. In Leipzig gelten 14,8 % der Mieterhaushalte als durch Wohnkosten überbelastet – das heißt, sie zahlen mehr als 40 % ihres Einkommens für die Miete. Die einkommensschwächsten 20 % der Leipziger haben seit 2020 real etwa 16 % ihrer Kaufkraft verloren. Die Nachfrage nach bezahlbarem Raum sprengt jedes Maß. Auf eine freie Sozialwohnung kommen in Leipzig aktuell 13 Haushalte mit einem Wohnberechtigungsschein .</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit nicht noch mehr Menschen ins „Soll“ rutschen, war die Verlängerung der Mietpreisbremse ein Pflichttermin. Wir müssen den Mietspiegel als Schutzinstrument stärken  und gleichzeitig den Neubau von Wohnungen massiv vorantreiben, um den Druck vom Kessel zu nehmen.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Kein Boot, das sinkt“ vs. Der Rechtsruck 2026</h2>



<p class="wp-block-paragraph">SOFFIE entwirft die Vision einer Welt ohne weiße Flaggen, in der „kein Boot mehr im Mittelmeer sinkt“ . Es ist ein Appell für bedingungslose Menschlichkeit. Politisch sehen wir jedoch eine gefährliche Gegenbewegung: Vor den Landtagswahlen 2026 liegen die Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern bei fast 40 % . Die gesellschaftliche Kälte, vor der das Lied warnt, droht zur politischen Realität zu werden.<sup></sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haltung zeigen bedeutet heute, dafür zu kämpfen, die demokratische Mitte handlungsfähig zu halten. </p>



<h2 class="wp-block-heading">„Kinder an die Macht“ vs. Sparzwang in der Jugendhilfe</h2>



<p class="wp-block-paragraph">„Kinder an die Macht, keine hohen Mauern mehr“, singt SOFFIE . Doch in Leipzig werden die Mauern oft durch finanzielle Engpässe gezogen. Die Stadt muss sparen, um einen genehmigungsfähigen Haushalt vorzulegen. Das trifft oft genau die Bereiche, die für Kinder und Jugendliche entscheidend sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen Prioritäten setzen. Bildung und Jugendhilfe dürfen keine Verhandlungsmasse für Haushaltslöcher sein. Ein Kita-Moratorium und der Schutz der Schulsozialarbeit in Leipzig sind essenziell, um die Zukunftschancen der nächsten Generation zu sichern .   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Warum „kleine Träume“ die besseren sind</h2>



<p class="wp-block-paragraph">SOFFIEs Lied erinnert uns daran, worum es im Kern geht: Ein würdevolles Leben ohne Angst . Aber wir gewinnen diesen Frühling nicht durch das bloße Träumen von Hummer und Kaviar. Wir gewinnen ihn durch das Bohren harter Bretter in der Politik. Dass dies nötig ist, wird immer größeren Teilen der Bevölkerung klar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Träume klein“ bedeutet: Verliere das große Ziel – eine gerechte, offene Gesellschaft – nie aus den Augen, aber feiere jeden pragmatischen Fortschritt, der das Leben  in unserer Stadt morgen ein Stück besser macht als heute.</p>
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		<title>Strategie statt Schuldenfalle – Der Fokus auf das Mögliche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2025 20:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Unsere Stadt und unser Land stehen vor massiven Investitionsbedarfen bei Infrastruktur, Digitalisierung und Bildung, während gleichzeitig der Konsolidierungsdruck steigt. Die aktuelle politische Steuerung droht, in der Tyrannei des kurzen Horizonts stecken zu bleiben. Um den Wohlstand unserer Familien langfristig zu sichern, muss Leipzig das Ruder herumreißen.    Der Weg führt über eine radikale Neupriorisierung: Politik muss aufhören, sich selbst zu verwalten und anstatt dessen die Kernaufgaben der Daseinsvorsorge besser erfüllen. Strategische Wende: Langfristigkeit und Machbarkeit Die größte Gefahr liegt nicht in leeren Kassen, sondern in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Unsere Stadt und unser Land stehen vor massiven Investitionsbedarfen bei Infrastruktur, Digitalisierung und Bildung, während gleichzeitig der Konsolidierungsdruck steigt. Die aktuelle politische Steuerung droht, in der Tyrannei des kurzen Horizonts stecken zu bleiben. Um den Wohlstand unserer Familien langfristig zu sichern, muss Leipzig das Ruder herumreißen. <strong> </strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Weg führt über eine radikale Neupriorisierung: Politik muss aufhören, sich selbst zu verwalten und anstatt dessen die Kernaufgaben der Daseinsvorsorge besser erfüllen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Strategische Wende: Langfristigkeit und Machbarkeit</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte Gefahr liegt nicht in leeren Kassen, sondern in der Kurzatmigkeit der Entscheidungsfindung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Langfristigkeit statt Umfragetyrannei</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Politische Entscheidungen dürfen nicht von der tagesaktuellen Stimmung in Wahlumfragen abhängig gemacht werden, denn diese sind oft ungenau oder dienen als Wahlkampfmunition. Wir haben Jahre Zeit, um die notwendigen Strukturreformen strategisch umzusetzen. Politik muss den Horizont über die nächste Wahlperiode hinaus verlängern und sich von der reaktiven taktischen Planung lösen, die nur kurzfristige Ziele verfolgt.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine strategische Führung schafft eine Kultur, die Politiker belohnt, deren Entscheidungen zum Zeitpunkt der Umsetzung unpopulär waren, sich aber im Nachhinein als richtig und wertvoll für die Gemeinschaft erwiesen haben.<sup></sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Chancen statt Angstmache</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir dürfen nicht den Fehler begehen, den Teufel an die Wand zu malen. Die Rhetorik der Krise, wie sie sich etwa in der Debatte um Inflation manifestierte, ist populistisch und destruktiv.<sup></sup>&nbsp;Wir dürfen uns nicht zu der lähmenden Wahl drängen lassen, ob sich jetzt alles verschlechtert oder erst später.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen muss sich die Politik auf das konzentrieren, was möglich ist – auf Machbarkeit und positive Zukunftsvisionen. Eine konstruktive politische Kommunikation muss das &#8222;Warum&#8220; der Reformen vermitteln, um Zuversicht zu schaffen und Wählern einen klaren Reason to Believe zu geben.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der operative Imperativ: Effizienz der Kernaufgaben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fähigkeit der Stadt, Herausforderungen zu meistern, hängt davon ab, wie effizient sie ihre Grundfunktionen erfüllt. Wir müssen weg vom konsumtiven Erhalt des Status quo hin zum Investitionsstaat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fokus auf Kernaufgaben</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die primären öffentlichen Aufgaben der Daseinsvorsorge umfassen Sicherheit, Infrastruktur und insbesondere die Bildung.<sup></sup>&nbsp;Die Umschichtung der Mittel hin zu diesen investiven Bereichen ist unerlässlich, da hohe Staatsausgaben allein keine hohen Standards garantieren, wenn die eingesetzten Mittel ineffizient sind.<sup></sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verwaltungs-Turbo und Bürokratiebremse</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die bessere Erfüllung der Kernaufgaben setzen massive Reform voraus, die zwar schon oft angekündigt wurden, aber dann doch wie Wattebällchen verpufft sind.  Für die lokale Wirtschaft ist die Reduzierung von Berichts- und Dokumentationspflichten sowie die Beschleunigung von Antrags- und Genehmigungsverfahren von höchster Dringlichkeit. Dies senkt Transaktionskosten und fördert Investitionen. Die konsequente Verwaltungsdigitalisierung dient als zentraler Hebel, um Bürokratie von vornherein zu vermeiden.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Bildungslücke in Sachsen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mängel bei der wichtigsten Kernaufgabe, der Bildung, sind alarmierend und gefährden die Zukunftsfähigkeit Leipzigs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz guter Platzierungen in Schulrankings, zeigt der INSM-Bildungsmonitor 2025 gravierende Schwachstellen auf&nbsp;<sup></sup>:&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Die Kita-Falle:</strong> Sachsen weist bundesweit den <strong>schlechtesten Wert bei den Betreuungsrelationen in Kitas</strong> auf (8,6 Kinder pro Betreuer vs. 5,3 im Bundesschnitt). Diese massive Unterinvestition in die frühkindliche Bildung ist die Basis späterer Probleme   </li>



<li><strong>Die Digitalisierungs-Lücke:</strong> Mit Platz 10 im Bereich Digitalisierung weist Sachsen eine deutlich unterdurchschnittliche Zahl von neuen Ausbildungsverträgen und Hochschulabsolventen im IT-Bereich auf.   </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Fachkräftesicherung zu gewährleisten, sind differenzierte Unterstützungsangebote und eine Reform des Übergangssektors notwendig. Erfolgreiche Strategien wie der &#8222;Job-Turbo&#8220; für Geflüchtete – die schnelle Integration in den Arbeitsmarkt statt jahrelanger theoretischer Vorbereitung  – sollten auf alle Jugendlichen mit fehlender Ausbildungsreife ausgeweitet werden.   </p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie könnte das aussehen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir brauchen Verantwortungspolitik für morgen, nicht Klientelpolitik für gestern. Der Fokus muss auf der Effizienzsteigerung der Kernaufgaben liegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glaubwürdigkeit schaffen: Erfolge in der Erfüllung der Kernaufgaben messbar machen, um das Vertrauen der Bürger in die Gestaltungsfähigkeit der Politik zurückzugewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Langfristigkeit verpflichten: Strategische Planung über Wahlzyklen hinweg verankern, um Stabilität und Berechenbarkeit zu gewährleisten.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angst-Rhetorik beenden: Fokussierung auf Machbarkeit und positive Visionen, um Reformen Akzeptanz zu verschaffen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fiskalische Umschichtung: Mittel von konsumtiven Sozialausgaben in investive Bildungsausgaben  umschichten.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Effizienz als Leitprinzip: Konsequente Anwendung von Output-Steuerung, Kosten-Leistungs-Rechnung und Controlling zur Steigerung der Wirksamkeit öffentlicher Mittel.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bürokratie-Turbo zünden: Massive Beschleunigung von Antrags- und Genehmigungsverfahren und systematische Bürokratievermeidung.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">IT-Ausbildung pushen: Gezielte Förderung der MINT- und IT-Ausbildung auf allen Bildungsstufen, um die Digitalisierungslücke zu schließen.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Integration beschleunigen: Anwendung des &#8222;Turbo-Prinzips&#8220; (schnelle Arbeitsaufnahme und Qualifizierung im Job) auf alle Gruppen mit Ausbildungsbedarf.   </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Die Kleinen da draußen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias Eberlein]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 22:18:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Volt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kleinen da draußen &#8211; Entwicklungen der außerparlamentarischen Opposition nach der Bundestagswahl 2025 Die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 hatte als Ergebnis, dass die FDP aus dem Bundestag flog und das BSW denkbar knapp scheiterte. 13,7% der abgegebenen Wählerstimmen werden im Bundestag nicht abgebildet. Zeit mal zu schauen, was sich bei denen seit der Wahl getan hat. FDP: Der liberale Neubeginn nach der Niederlage Die FDP erlebte mit 4,3 Prozent der Zweitstimmen eine herbe Wahlniederlage und scheiterte erneut an der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Die Kleinen da draußen &#8211; Entwicklungen der außerparlamentarischen Opposition nach der Bundestagswahl 2025</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 hatte als Ergebnis, dass die FDP aus dem Bundestag flog und das BSW denkbar knapp scheiterte. 13,7% der abgegebenen Wählerstimmen werden im Bundestag nicht abgebildet. Zeit mal zu schauen, was sich bei denen seit der Wahl getan hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">FDP: Der liberale Neubeginn nach der Niederlage</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die FDP erlebte mit 4,3 Prozent der Zweitstimmen eine herbe Wahlniederlage und scheiterte erneut an der Fünf-Prozent-Hürde&nbsp;Als direkte Konsequenz des schlechten Abschneidens kündigte FDP-Chef Christian Lindner seinen Rückzug aus der aktiven Politik an, gefolgt von Generalsekretär Marco Buschmann.&nbsp;Die Partei leitete daraufhin einen umfassenden Neuanfang ein. Auf dem Parteitag wählten die Delegierten Christian Dürr, den ehemaligen Fraktionschef im Bundestag, mit 82 Prozent der Stimmen zum neuen Bundesvorsitzenden.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie das konkret aussieht, das wird dabei nicht erwähnt. Man hat die Mitglieder befragt, mit KI ausgewertet. Man gibt sich das Label radikal, lobt sowohl Milei als auch D66. Und natürlich wird das Thema Mut ganz hoch gehangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genutzt hat das ganze bisher noch nichts. Bei den kommenden Landtagswahlen wird die Abschiedstournee aus den Landesparlamenten wohl ungebremst weitergehen. Auch ein radikaler Weg.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">In den letzten Jahren hat es der Politik an vielen Stellen an Mut gefehlt. Deshalb gehen wir als FDP jetzt neue Wege. Denn es geht um grundsätzliche Fragen, die Mut und radikale Lösungen erfordern. Unsere Mission ist deshalb: radikale Antworten geben – aus der Mitte heraus. <a href="https://t.co/2Z82LFA4af">pic.twitter.com/2Z82LFA4af</a></p>&mdash; FDP (@fdp) <a href="https://twitter.com/fdp/status/1972680761254850870?ref_src=twsrc%5Etfw">September 29, 2025</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<h3 class="wp-block-heading">Team Freiheit: Die Honoratiorenpartei</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das &#8222;Team Freiheit&#8220; um die Initiatorin Frauke Petry tritt als sogenannte &#8222;Honoratiorenpartei&#8220; auf. Der Begriff &#8222;Honoratiorenpartei&#8220; bezieht sich auf Personen, die über ausreichend Ansehen und Zeit verfügen, um ohne finanzielle Entschädigung Machtpositionen einzunehmen.  Also genau diejenigen, welche die Sorgen und Themen des &#8222;kleinen Mannes&#8220; am besten kennen *zwinker*. Neben Petry ist auch Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich und Joana Cotar, die für die AfD im Bundestag war und unter Streit die Partei verliess.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Hier sieht man sich total im geistigen Erbe eines Milei. Eine radikale Agenda, die unter anderem die Zerschlagung des Sozialstaats, die finanzielle Austrocknung von Nichtregierungsorganisationen und die Abschaffung des Klimaschutzes vorsieht. </p>



<h2 class="wp-block-heading">WerteUnion: Der konservative Gegenentwurf</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die WerteUnion trat mit dem Anspruch an, freiheitlich-konservative Positionen zu besetzen, die ihrer Ansicht nach von CDU und CSU aufgegeben wurden. Unter dem Vorsitz von Hans-Georg Maaßen  versteht sich die Partei als konservativ und liberal, die sich für Werte, Tradition und Stabilität einsetzt.   </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis: 0,0%. Knapp ein halbes Jahr später setzte dann die Erkenntnis ein, dass es so nicht weitergeht, nach einem Putschversuch verlies Maaßen das Projekt im Streit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">BSW: Sahra und dann lange nichts</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verpasste den Einzug in den Bundestag mit einem denkbar knappen Ergebnis von 4,981 Prozent der Zweitstimmen. Danach wurde auf diversen Wegen versucht mit Neuauszählungen und Klagen doch noch in den Bundestag zu kommen. Vergeblich. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Daraufhin begannen die ersten Auflösungserscheinungen. Pürner trat als EU-Mandatsträger aus, Spitzenpersonal aus Sachsen, Hamburg und Bayern folgte. Ruhig blieb es dagegen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo sich die Verbände noch Erfolg bei den kommenden Landtagswahlen ausrechnen. Die Erfolge in Thüringen, Sachsen und Brandenburg geben ja auch Anlass dazu.<br><br>Zudem verändert die Partei die Bedeutung der Abkürzung, weg vom Personenkult, hin zur Worthülse. Oder was lässt sich aus &#8222;Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft&#8220; konkret ableiten?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Volt Deutschland: Kleiner Erfolg </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu den turbulenten Krisen bei FDP, WerteUnion und BSW zeigte bei Volt der Trend nach oben. Obwohl 0,7 Prozent nicht für den Einzug in den Bundestag ausreichten, gilt die Steigerung als Achtungserfolg, da Volt als eine der wenigen jungen Parteien ihren Stimmenanteil mehr als verdoppeln konnte. Die Bundestagswahl fungierte als wichtige Plattform zur Steigerung der  Bekanntheit. Die Partei verzeichnete infolge des engagierten Wahlkampfs einen deutlichen Zuwachs neuer Mitglieder und mit der NRW- Kommunalwahl auch der Mandatsträger.   </p>
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